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Baumfällung und Artenschutz

einheitliche Fällzeiträume zum Schutz der heimischen Tierwelt

 

Seit Inkrafttreten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes am 1. März 2010 werden Fällzeiträume aus Gründen des Artenschutzes in der Zeit vom 1. Oktober bis 28. Februar eines Jahres einheitlich vorgegeben. Auch Naturschutz beginnt zuerst vor der eigenen Haustür. Daher bittet der Fachdienst Umwelt auch im privaten Umfeld das Verbot von Fällungen und Auf-den-Stock-Setzen zur Unzeit zu beachten.

Ein Fällverbot im Frühjahr und Sommer galt nach Landesrecht bisher nur im Außenbereich.

Es betrifft jetzt inner- und außer Orts Eigentümer, Nutzer und Bauherrn, die auf ihrem Grundstück Bäume beseitigen oder Hecken und Gebüsche abschneiden wollen.

Nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes sind in den Tabuzeiten größere Eingriffe in den Grünbestand nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Sie bedürfen ansonsten einer gesonderten Genehmigung durch die untere Naturschutzbehörde (Befreiung vom artenschutzrechtlichen Verbot).

 

Verbot:

Nunmehr ist verboten, Bäume außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen.

 

Ausnahmen:

Genehmigungsfrei zulässig bleiben der schonende Form- und Pflegeschnitt, mit dem Zuwachs beseitigt oder die Gehölze gesund erhalten werden. Das Verbot gilt nicht für behördlich durchgeführte oder zugelassene Maßnahmen sowie Verkehrssicherungsmaßnahmen, wenn diese im öffentlichen Interesse nicht auf andere Weise oder zu anderer Zeit durchgeführt werden können. Zukünftige Eingriffe werden freigestellt, weil bei der Eingriffsgenehmigung über das Verbot oder eine Abweichung vom Verbot zu befinden ist. Für zulässige Bauvorhaben gilt: Die Entfernung von nur geringfügigem Gehölzbewuchs bleibt freigestellt.

 

Bewertung:

Die Regelung dient vor allem dem Schutz unserer Vogelwelt während der Brutzeit. Alte Bäume weisen häufig Höhlen oder Spalten auf, die oft als Mangel oder Grund zur Fällung angesehen werden. Gleichzeit dienen diese natürlichen Strukturen aber Höhlenbrütern und verschiedenen Fledermäusen als Fortpflanzungs- oder Ruhestätte. Die neue Regelung soll den Tieren einen Minimalschutz vor Störung oder Tötung gewährleisten.

Das artenschutzrechtliche Verbot ändert wenig an der bisherigen Situation: Bäume im Innenbereich mit einem Stammumfang > 30 cm fallen in der Regel unter die Baumschutzsatzung und dürfen nur mit Fällgenehmigung beseitigt werden. Im Außenbereich war schon bisher für die Beseitigung von Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Einzelbäumen, Baumgruppen, Parkanlagen oder Alleen, soweit sie das Landschafts- oder Ortsbild prägen oder als Lebensraum für besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten dienen, eine Eingriffsgenehmigung erforderlich. Das Verbot erfasst daher nur ganz wenige Fälle, die bisher erlaubnisfrei waren.

 

Regelmäßige Fragen:

Der Waldbegriff ist in den Waldgesetzen des Bundes und der Länder näher bestimmt. Als Wald gelten danach baumbestandene Flächen > 1 ha.

Unter Kurzumtriebsplantagen versteht man Flächen, die bei einer Umtriebs Zeit von bis zu 20 Jahren ausschließlich mit schnellwachsenden Baumarten bestockt sind.

Nicht im Gesetz oder in den Gesetzesmaterialien definiert ist, was unter „gärtnerisch genutzten Grundflächen“ zu verstehen ist. Sind nur „erwerbsgärtnerisch genutzte Flächen“ gemeint, dann sind Baumschulen und Gartenbaubetriebe freigestellt. Ist jede gärtnerische Aktivität umfasst, dann wären auch Haus- und Kleingärten oder Parkanlagen befreit. Gesetzliche Ausnahmen sind einschränkend auszulegen, mit den im selben Satz genannten Ausnahmen von Wald und Plantagen sollten nur wirtschaftliche Nutzungen freigestellt werden und die Verbote des Bundesnaturschutzgesetzes gelten im besiedelten und unbesiedelten Bereich. Es wird daher hier die Auffassung vertreten, dass das Verbot umfassend zur Geltung kommen muss. Außerdem: Wer möchte schon als Hausbesitzer oder Kleingärtner als Naturfrevler angesehen werden, weil er Bäume und Gehölze ohne Not und Gefahr im Sommer fällt?

Was ist geringfügiger Gehölzbewuchs im Zusammenhang mit Bauvorhaben? Als geringfügig ist die Entfernung von ein oder wenigen Gehölzen anzusehen. Auf einem ganz oder überwiegend Gehölz bestandenen Grundstück ist die Baufeldfreimachung ebenso wenig geringfügig, wie in Fällen, bei denen Gehölze betroffen sind, die der Baumschutzsatzung unterfallen oder die orts- oder landschaftsbildprägend sind.

Für den Pflegeschnitt gilt: Dieser wird von den Gehölzen im belaubten Zustand besser ertragen als in der Winterzeit. Auch hier gilt: Achten Sie auf Heckenbewohner und brütende Vögel. Mutwillige Störungen von besonders geschützten Arten sollten Sie unterlassen.

Sollen für Bauvorhaben nicht nur geringfügiger Gehölzbestand beseitigt werden, empfehlen wir, die Einhaltung des Fäll Zeitraumes im Vorhinein zu bedenken. Zusätzlich zu den artenschutzrechtlichen Verboten bleibt der Schutz des städtischen Baumbestandes ab einem bestimmten Mindeststammumfang durch die Baumschutzsatzung unberührt.


Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, ob für Sie eine Fäll- oder Pflegemaßnahme Genehmigung erforderlich ist, steht Ihnen die Stadtverwaltung Ihres Wohnbezirkes zur Verfügung.

 

Wir übernehmen gerne für Sie diese Auskunftseinholung.

 

 

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