Holzarten

  • Fichte ist ein relativ schnell an- und abbrennendes Holz und eignet sich hervorragend zum Anbrennen. Häufig wird es auch in Grundöfen/Vergaserkesseln verwendet. In Europa ist Fichtenholz weit verbreitet und daher günstig zu erwerben. Für den offenen Kamin eignet es sich aufgrund der Harzblasen nicht (Funkenflug).
  • Tanne brennt ähnlich schnell wie Fichte, verursacht durch die geringere Ausprägung von Harzblasen aber deutlich weniger Funkenflug. Tanne ist das klassische Brennholz des Alpenraumes für offene Herdfeuer, ist aber kaum noch sortenrein zu erhalten.
  • Birke wird gerne für offene Kamine verwendet, da es im trockenen Zustand kaum Funkenflug verursacht und neben seinem schönen Flammenbild (hell, leicht bläulich) auch gut riecht. Birkenholz brennt ebenfalls relativ zügig ab.
  • Buche gilt als klassisches Kaminholz, da es ein schönes Flammenbild und gute Glutentwicklung bei gleichzeitig nahezu keinen Funken zeigt. Zudem hat es einen sehr hohen Heizwert. Der Brennwert/Heizwert von Buchenholz wird oft als Referenzwert im Vergleich zu anderen Hölzern verwendet. Der Geruch brennenden Buchenholzes ist allgemein geschätzt, deshalb wird zum Räuchern von Lebensmitteln auch hauptsächlich Buchenholz verwendet. Buchenholz ist universell einsetzbar und liegt daher im oberen Preisbereich.
  • Weiß- oder Hainbuche wird oftmals auch Buche genannt, ist jedoch eine eigene Holzsorte. Weißbuche ist auch getrocknet extrem schwer und hat daher bezogen auf das Volumen (ebenso wie Eiche) einen besonders hohen Brennwert. Weißbuche hat ein schönes Flammenbild, wenig Funkenspritzer und brennt sehr lange. Genauso wie Esche ist es besonders schwer zu sägen und zu spalten.
  • Esche hat einen ähnlichen Brennwert/Heizwert wie Buche und entwickelt das schönste Flammenbild. Es ist ideal für offene Kamine, da es ebenfalls kaum Funken spritzt. Eschenholz ist sehr hart (schwer zu sägen und zu spalten).
  • Eiche ist einsetzbar in allen Öfen (Kachel-, Kamin-, Werkstattöfen), die tatsächlich der Wärmegewinnung dienen; für offene Kamine wird es nicht bevorzugt, da es zwar gut Glut, aber kein schönes Flammenbild entwickelt. Der Heizwert ist noch etwas höher als der von Buche und die Brenndauer ist unübertroffen. Eichenholz enthält relativ viel Gerbsäure, die bei unsachgemäßem Abbrand (zu geringe Luftzufuhr) Abgasrohre angreift. Es ist daher gut geeignet für Öfen, nicht aber für offene Kamine.
  • Ahorn: obwohl sich Ahornholz vorzüglich als Kaminholz eignet, wird es selten als Brennholz vertrieben. Wegen der Härte und der aparten Maserung findet Ahorn verstärkt Verwendung im Innenausbau. Bezüglich der Brenneigenschaften lässt sich Ahornholz in etwa mit den Hölzern von Kirsche und Esche vergleichen. (BW = 1900/4,1)
  • Holzpellets oder Holzbriketts fallen sachlich ebenfalls unter Brennholz, da die Presslinge meist nur durch Druck und Temperatur – also ohne jegliche Beimischung von Bindemitteln oder anderer Stoffe – aus Reststoffen (Sägemehl, Holzschnitzeln) produziert werden. Diese Presslinge zeichnen sich durch maximale Energiedichte (je Gewichts- und Raumeinheit) sowie durch hervorragende technische Anwendbarkeit (voll automatisierte Brennstoffzufuhr) und Lagerfähigkeit aus. Daher gewinnen sie sowohl für kleinere Einfamilienhäuser wie für größere Feuerungsanlagen, z. B. Zentralheizungen, zunehmend an Bedeutung.
  • Für den heimischen Ofen oder Kamin ungeeignet sind z. B. die Laubhölzer Pappel oder Weide (sind sehr wasserhaltig). Die Pappel stellt aber im Anbau speziell für die Brennholzwirtschaft in Hybridsorten durch ihr enorm rasches Wachstum eine der ergiebigsten Holzarten dar, sie wird deshalb in Großfeueranlagen mit kontrollierter Brennstoffzufuhr als Hackschnitzel bevorzugt genutzt.